Die fünf Säulen unserer pädagogischen Arbeit

          

Religiöse Säule

Glaube schafft Sicherheit und innere Ruhe

In unserer heutigen Gesellschaft erleben Kinder oft eine religionsfreundliche Gottlosigkeit, eine starke Bedürfnisorientierung, eine unverbindliche Lebensorientierung, mangelndes Schuldbewusstsein und eine zunehmende Beziehungslosigkeit. Daraus resultieren Unsicherheiten, Ängste und ein gewisser Orientierungsmangel. Wir möchten dem mit einer an christlichen Werten orientierten Erziehung begegnen.

Auf dem Hintergrund unserer gemeinsamen Glaubens- und Wertvorstellungen wollen wir Stabilität, Sicherheit, Berechenbarkeit und innere Ruhe bieten. Als im Glauben gefestigte Persönlichkeiten versuchen wir, Vorbilder im Miteinander und in der Sensibilität gegenüber den Nöten anderer zu sein.


Die Schöpfung achten

Wir möchten, dass die Kinder sich in unserer Schule erwünscht und angenommen fühlen und einen Platz in der Gemeinschaft einnehmen. In der christlich geprägten Atmosphäre können Kinder eigene Fähigkeiten, Schwächen und Stärken entdecken, akzeptieren und daran wachsen, um ihre eigene Identität zu finden. Sorgsamkeit und Behutsamkeit in der Beziehung zu Umwelt und Mitwelt sowie die Wertschätzung des Lebens werden für die Kinder bedeutsam.


Im Miterleben und Mittun Glaube erfahren.

In umserem Religionsunterricht, der im Klassenverband stattfindet, vermittlen wir Grundbegriffe des Glaubens, Symbolsinn, Riten und besonders die biblischen Geschichten. Darüber hinaus wird religiöse Erziehung für die Kinder lebendig beim morgendlichen Schulgebet, im Morgenkreis, beim Mitfeiern und Gestalten von Schulgottesdiensten und Festen im Kirchenjahr sowie in der Unterstützung Hilfsbedürftiger (z.B. Haiti-Partnerschaft, Misereor-Projekte, Spendenaktion "Weihnachten im Schuhkarton").

So möchten wir auf vielfältige Weise die Grundlage für eine persönliche, vertrauensvolle und lebendige Gottesbeziehung schaffen, die den Kindern hilft, zurechtzukommen und ihrem Leben Sinn zu geben.

 

Umwelterziehung

"Bunt sind schon die Wälder" - Verantwortungsbewusster Umgang mit der Natur ist nötig!

Der Stellenwert der Umwelt ist in den letzten Jahren im Bewusstsein der Bevölkerung ständig gestiegen - und damit auch die Bedeutung der Umwelterziehung.
Der Mensch versucht, sich die Nutzung der unbelebten und belebten Natur mittels Technik so angenehm wie möglich zu machen. Damit kommt er immer mehr mit der Natur in Konflikt. Unsere Kinder wachsen in einer technisierten Umgebung auf. Ihnen ist die Wechselwirkung von Technik und Natur oft nicht bewusst und sie gehen meist sorglos mit den Ressourcen der Natur um.


"Gelb die Stoppelfelder" - unsere Kinder erwerben eine Beziehung zur Natur!

Wir wollen den uns anvertrauten Kindern die Natur nahe bringen und eine schonende Nutzung und Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen erreichen. In vielen kontinuierlich wiederkehrenden Unterrichtsprojekten erwerben die Kinder aus unserer Schule eine Beziehung zur Natur.

  • Die Arbeit im Schulgarten (von der Aussaat bis zur Ernte)
  • Vogelbeobachtungen (im Winter, während des Nestbaus und der Brutzeit)
  • Herstellung von Nistkästen
  • Walderkundungsgänge mit unterschiedlichen Schwerpunkten
  • Mülltrennung (eigene Papierherstellung aus Altpapier)
  • umweltfreundliche Stromherstellung
  • unser Wasser (Wasserkreislauf - Leben im Teich)
und viel mehr erleben unsere Schulkinder im Sachunterricht und in enger Zusammenarbeit mit der Naturerkundungsstation. Fester Bestandteil des Schullebens sind auch die Waldjugendspiele, bei denen sich unsere Dritt- und Viertklässler den Fragen und Aufgaben der Wolfsburger Förster stellen.


"Und der Herbst beginnt" - es ist nie zu früh, die Ehrfurcht vor der Schöpfung zu wecken!

Die Umweltbildung an unserer Schule orientiert sich an Naturbegegnungen und persönlichem Erleben. Unser Ziel ist es, durch dieses handlungsorientierte Lernen bei den Kindern die Ehrfurcht vor der Schöpfung zu wecken und zum verantwortungsvollen Umgang mit der Natur zu motivieren.

Seit dem Schuljahr 2008/2009 hat unsere Schule die Auszeichnung "Umweltschule in Europa" erhalten.

 

Gesundheitserziehung

Kinder brauchen Bewegung

Ein verändertes Freizeitverhalten (Fernsehen, Video, Computer) und der Mangel an Bewegungsmöglichkeiten tragen heute ganz erheblich dazu bei, dass sich Kinder zu wenig bewegen. Als Folgen des Bewegungsmangels, häufig in Verbindung mit Fehlernährung, stellen sich zunehmend gesundheitliche Probleme wie Übergewicht, Haltungs- und Koordinationsschwächen sowie Konzentrations- und Lerndefizite ein.


Bewegung nicht nur im Sportunterricht

Die Zusammenhänge von Bewegung/Gesundheit und Bewegung/Lernen werden immer deutlicher. Daher halten wir ein "bewegtes" Schulleben für sehr wichtig. Um dies umzusetzen, orientieren wir uns in folgenden Punkten an dem Projekt "Bewegte Schule":

  • bewegte Pausen durch unterschiedliche Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten auf dem Schulgelände
  • Sammlung von Pausenspielgeräten in jeder Klasse
  • vielfältige Bewegungsangebote nicht nur im Sportunterricht, sondern auch in anderen Fächern
  • regelmäßige Durchführung der Bundesjugendspiele
  • Teilnahme an verschiedenen außerschulischen Sportwettkämpfen
  • Kooperation mit Sportvereinen
  • Radfahrausbildung
  • Schwimmunterricht

Gesundheit für Körper und Geist

Im Rahmen des Sachunterrichts wird mit dem Programm "Klasse 2000" besonderer Wert auf die Gesundheitserziehung gelegt. Während der Grundschulzeit setzen sich die Kinder, begleitet von speziell ausgebildeten externen Fachkräften sowie ihren Lehrerinnen und Lehrern, mit verschiedenen Schwerpunkten wie Atmung, Bewegung, Ernährung, Suchtprophylaxe und Umweltschutz auseinander. Durch diese Angebote möchten wir die Grundlagen für eine gesundheitsfördernde Persönlichkeitsentwicklung schaffen, die den Kindern jetzt und auch später hilft, verantwortungsvoll mit sich und ihrem Körper umzugehen.

Im März 2008 wurde uns das Zertifikat "Sportfreundliche Schule" verliehen.

 

Musische Säule
     
 
(Joseph Freiherr von Eichendorff)
 
   
     

Singen macht Spass!

Musik im Einklang mit der Umwelt! So mag es Eichendorff vor 200 Jahren noch erlebt haben. Heute stehen unsere Kinder oftmals dem Überangebot und der Reizüberflutung durch Musik orientierungslos und passiv gegenüber. Dabei hat gerade das Grundschulkind noch die ursprüngliche Freude an der Musik und das elementare Bedürfnis, sich durch Stimme, Gestik, Mimik und Motorik zu äußern.


Musik ist mehr als Singen

Hier setzt unsere ganzheitliche musikalische Erziehung ein. Im Musikunterricht werden durch Singen und Musizieren, Musikhören, Bewegung und Tanz sowie Instrumentalspiel die schöpferischen Kräfte der Kinder freigesetzt, die Erlebnisfähigkeit gesteigert und ihr Wahrnehmungs- und Einfühlungsvermögen verfeinert. Das Ziel liegt darin, zum eigenständigen Umgang mit Musik anzuregen.


Musik ist ein unverzichtbarer Bestandteil und eine Bereicherung unseres Schullebens

  • das Lied als Morgengebet
  • musikalische Ausgestaltung der Klassenfeiern, Schulfeste und Schulgottesdienste
  • Mitgestaltung der Feste im Jahreslauf, Einschulung, Erntedank, St. Martin, St. Nikolaus, Advent, Weihnachten, Fasching, Ostern, u.s.w.

Musik ist spielend leicht

Das Singen und Musizieren wird auch in besonderer Weise im Schulchor und im Blockflötenunterricht für alle Schülerrinnen und Schüler in allen 4. Klassen gepflegt und gefördert. So kann das Erlernen eines Instrumentes und der Erwerb von Notenkenntnissen ein wichtiger Beitrag zur sinnvollen Freizeitgestaltung sein.
Spielendes Lernen und lernendes Spielen erhalten im Musikunterricht und im Schulleben die Motivation und die ursprüngliche Freude unserer Schulkinder an der Musik.


"Punkt, Punkt, Komma, Strich: Fertig ist das Mondgesicht!" - Freude am Gestalten

An diesen ersten "Kunstfertigkeiten" des Vorschulkindes schließt der Unterricht der Grundschule an. Ein Grundbedürfnis aller Kinder ist es, bildnerisch zu gestalten. Kindern ist die Fähigkeit, sich mit einigen Strichen sich treffend auszudrücken, in die Wiege gelegt. Diese Fähigkeit soll auch in der Schule erhalten bleiben. Im Kunstunterricht steht Freude am künstlerischen Gestalten im Vordergrund. Durch Bilder können die Kinder ihre Gefühle oft gut ausdrücken. So ist die künstlerische Gestaltung selbstverständlich ein Bestandteil nicht nur des Kunstunterrichts.


Begabung erkennen und fördern

Natürlich fördern wir an unserer Schule auch die angeborenen Begabungen vieler Kinder im zeichnerischen Bereich. Wir nehmen an von vielen Institutionen angebotenen Malwettbewerben teil, diverse Preise (z. B. Europäischer Wettbewerb) wurden an unserer Schule geholt. Die Ergebnisse des Kunstunterrichts schmücken u. a. Schulveranstaltungen, Musikvorführungen, Theaterstücke und Schulgottesdienste.

 

Sprachen

Der herkunftssprachliche Unterricht Italienisch wird seit mehr als 20 Jahren an unserer Schule durch muttersprachliche Lehrkräfte garantiert. Aber auch deutsche Schüler/innen nutzen dieses Angebot im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft. Mit dem Christophorus-Kinderhaus pflegen wir eine bilinguale Zusammenarbeit, die wissenschaftlich begleitet wird. Im Rahmen des Ganztagsangebotes werden Arbeitsgemeinschaften in russischer und französischer Sprache angeboten.

Ab Schuljahr 2010/11 gehen wir neue Wege mit dem Early-Bird-Projekt. Kinder der Kita Edith-Stein, die seit 3 Jahren frühkindlichen Spracherwerb von Native Speakern in Englisch erhalten, werden als bilingualer Zweig an unserer Schule weitergeführt und von muttersprachlichen Lehrkräften in englischer Sprache unterrichtet.

Im Rahmen eines Kooperationsverbundes zwischen Kita und Schule, dem sogenannten Brückenjahr, wird eine Gruppe eingerichtet, die als sprachlichen Schwerpunkt Polnisch haben wird.